Das Malchinger Pfarrzentrum wird zum Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft umgebaut

12.05.2020 12:00

Aus PNP vom 12.05.2020:

Die groß angelegte Sanierung des Pfarrzentrums Malching hat begonnen. Seit 20. April hat sich das alte Gemäuer zu einer Großbaustelle gewandelt und wenn alles klappt, dann soll das Projekt im Herbst 2020 abgeschlossen sein.

 Zunächst musste das komplette Gebäude in Eigenleistung ausgeräumt werden. Aufgrund der Corona-Krise wurden die bauvorbereitenden Maßnahmen familienweise durchgeführt. Kirchenpflegerin Jutta Friedl konnte hier vor allem auf ihren Mann Robert und Sohn Markus zurückgreifen. Aber auch Andreas Entholzner, Georg und Simon Friedl sowie die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andrea Köhler und ihre Stellvertreterin Andrea Schmidlehner haben die Arbeiten kräftig unterstützt. „Ich möchte mich bei den Helfern ganz besonders bedanken und dabei aber auch Hermann Herringer nicht vergessen, der Einstellmöglichkeiten bereitgestellt hat“ sagte Jutta Friedl.

 „Auch die Küche musste ausgebaut werden. Das hat der Bauhof übernommen“ so Friedl. Jetzt sind die Profis am Werk. Böden und Innenwände wurden bereits herausgerissen und Zug um Zug sollen neue Räume entstehen. Im Erdgeschoss ein großer Raum über die gesamte Gebäudeseite für Veranstaltungen oder Versammlungen, die Küche wird in das ehemalige Pfarrbüro ausgelagert. Der obere Stock wird renoviert und ein Besprechungsraum, die Bücherei und ein Raum für kirchliche Gegenstände und Vereinsfahnen eingerichtet. Auch ein Aufzug wird eingebaut, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Im Zuge der Renovierung werden auch alle Fenster und Türen ausgetauscht.

 Das alles kostet natürlich Geld. Die prognostizierten Kosten liegen bei rund 550.000 Euro. Davon werden rund 200.000 Euro durch das Amt für Ländliche Entwicklung im Rahmen der Dorferneuerung und 20.000 Euro von der Bayerischen Landesstiftung übernommen. Von der verbleibenden Summe in Höhe von 330.000 Euro werden 65 Prozent über die Diözese Passau gefördert. Übrig bleibt ein Eigenanteil von 115.000 Euro. Hier können noch insgesamt 18.000 Euro an Spenden von der Gemeinde Malching, dem Denkmalschutz des  Landkreises Passau, der Sparkassenspende des ehemaligen Landrates Franz Meyer und der VR-Bank abgezogen werden. Übrig bleibt dann die stolze Summe von 97.500 Euro, die die Malchinger Kirchenverwaltung als Eigenanteil aufbringen muss.

„Das ist alles sehr viel Geld“, sagt Kirchenpflegerin Jutta Friedl, aber so entsteht in der Ortsmitte aus dem alten Pfarrhof für die nächsten 25 Jahre ein neuer Ort der Begegnung für alle Malchinger, denn solange ist die öffentliche Nutzungsdauer festgeschrieben. „Und wenn alles klappt, dann sollen Baumaßnahmen im Herbst beendet sein und wir einen neuen Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft  zur Verfügung haben“ sagte Friedl abschließend. 

(Bilder und Text: Karl Sanladerer)

Zur Projektbeschreibung geht es hier.

 

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